Fachkundige Gesprächspartner für Klingbeil sowie Landratskandidatin Iris Heinisch (SPD) waren Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik, Chemieparkleiter Dr. Arndt Selbach und Gerd Schlengermann, Betriebsratsvorsitzender des Standorts. Die chemische Industrie steht vor großen Herausforderungen wie hohen Energie- und Produktionskosten, regulatorischen Auflagen und dem insgesamt zunehmenden globalen Wettbewerb. „Industrie – das ist nicht nur Technik und Maschinen. Sie ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wer sie aufs Spiel setzt, gefährdet Innovation und nachhaltiges Wachstum - und damit die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, sagte Thomas Wessel während des Besuchs.
Lars Klingbeil betonte, dass er um jeden Industriearbeitsplatz in diesem Land kämpfe, damit Deutschland ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort bleibe. „Deshalb haben wir angefangen, die Energiepreise zu senken, investieren massiv in unsere Infrastruktur und bauen Bürokratie ab“, so Klingbeil. Mit dem Wachstumsbooster habe man starke Investitionsanreize für Unternehmen geschaffen und so die Rahmenbedingungen ganz konkret verbessert, damit Unternehmen wie Evonik eine gute Perspektive haben und „Made in Germany“ ein weltweites Aushängeschild bleibe. „Wir dürfen allerdings nicht nachlassen. Der Kampf um Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft müssen weiterhin die absolute Priorität der Bundesregierung sein“, machte er deutlich.
Am Standort Wesseling ist die weltweit größte Produktion von gefällter Kieselsäure (Silica) angesiedelt ebenso wie Forschung und Anwendungstechnik für Reifen- sowie Gummi-Produkte. Silica ist eine Schlüsselkomponente für Reifen. Das Produkt kann den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Pkw-Reifen um bis zu acht Prozent senken und die Reichweite von Elektrofahrzeugen erweitern.